Film und Diskussion: Alles schon vergessen? Deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland und die Frage der Kriegsschuld

Zum zweiten Mal in seiner jüngsten Geschichte steht Griechenland am Abgrund: im Zweiten Weltkrieg mit dem darauf folgenden Bürgerkrieg und seit der Weltwirtschaftskrise von 2008/2009. In deren Folge haben die neoliberalen Eliten der EU, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank dem Land eine wirtschaftlich katastrophale Kaputtsparpolitik aufgezwungen. In beiden Fällen waren bzw. sind die deutschen Regierungen als zentrale Akteure beteiligt. Merkel, Schäuble, Gabriel & Co zeigen sich unbeeindruckt von der humanitären Katastrophe in dem ruinierten Land, deren Dramatik angesichts 50.000 gestrandeter Flüchtlinge und eines unmoralischen Deals mit der Türkei weiter zunimmt.

Vor diesem Hintergrund wollen wir daran erinnern: Im April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht das Land und errichtete eine brutale Besatzungsherrschaft. So hat die Waffen-SS am 10. Juni 1944 Bewohner der Ortschaft Distomo in Mittelgriechenland am Fuße des Parnass-Gebirges massakriert. Die 218 Opfer waren vor allem alte Menschen und Frauen sowie 34 Kinder und vier Säuglinge. Als einziger seiner Familie überlebte der damals 4jährige Argyris Sfountouris. Seine Lebensgesichte wird in dem prämierten Film „Ein Lied für Argyris“ des Schweizer Regisseurs Stefan Haupt erzählt.

Die deutschen Regierungen als Rechtsnachfolger des Nazi-Reichs weigern sich bis heute, für diese Verbrechen und die wirtschaftlichen Raubzüge der Nazis in Griechenland Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen wir diskutieren, wie mit der deutschen Schuld gegenüber Griechenland umgegangen werden sollte und wie demokratische Alternativen zur heutigen Griechenland-Politik der EU aussehen könnten.

Texte zum Thema:
Mark Mazower: Griechenland unter Hitler. Das Leben während der deutschen Besatzung 1941-1944, S.Fischer-Verlag, 2016, 29,99 Euro

Prof. Christoph Schminck-Gustavus: Winter in Griechenland: Krieg – Besatzung –Shoa; die Beschreibung der Deportation der griechischen Juden nach Auschwitz. 1940 – 1944; Wallstein-Verlag ,29.90 Euro

Argyris Sfountouris: Trauer um Deutschland, Reden und Aufsätze eines Überlebenden; 2015 bei Könighausen&Neumann, 24.80 Euro

Patric Seibel: „Ich bleibe immer der vierjährige Junge von damals“. Das SS-Massaker von Distomo und der Kampf eines Überlebenden um Gerechtigkeit, Westend Verlag 2016, 22,70 Euro

Presseerklärung der Fraktion DIE LINKE und Piraten im Bezirksrat Misburg-Anderten der LHH

Hans Herbert Ullrich 01DIE LINKE und Die Piraten bilden Gruppe im Bezirksrat Misburg/Anderten und verhandeln mit deutlicher Handschrift um Gemeinsamkeiten für eine Koalitionsvereinbarung mit der SPD.

Die Parteien DIE LINKE und PIRATEN sind aufgrund der Wahlergebnisse bei den Kommunalwahlen am 11.09.2016 mit jeweils einer Person in den Bezirksrat Misburg/Anderten eingezogen. Einer ersten Kontaktaufnahme folgten weitere und in der Folge gab es dann auch intensive Gespräche mit der SPD und Bündnis 90/ Die Grünen.

Letztendlich und nach Abstimmung der wichtigen Themen für die kommende Wahlperiode sowie einer Zustimmung der zuständigen Ortsverbände bilden nun DIE LINKE und die Piraten eine gemeinsame Gruppe im Bezirksrat Misburg/Anderten. Als Gruppen- bzw. Fraktionsvorsitzender wurde Hans-Herbert Ullrich (DIE LINKE) und als dessen Stellvertreterin Jennifer Schnelle (Die Piraten) gewählt. Darüber hinaus hat sich die neu gebildete Gruppe mit der SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu Koalitionsverhandlungen getroffen. Auch hier sind die Forderungen der Gruppe DIE LINKE und Piraten in starkem Maße berücksichtigt worden.

Als besondere Schwerpunkte für die kommenden Jahre und als anstehende Arbeit sind zu nennen: Bürgerhaus Misburg
Es besteht die Forderung nach einem umfassenden Nutzungskonzept, das erstellt werden muss. Mit dabei z.B. Kochkurse für Migranten und Migrantinnen sowie Flüchtlingen. Aufbau eines Arbeitslosenzentrums mit Beratung, einem Café und einer Werkstatt.

Wichtig ist auch der freie Zugang zum W-LAN (Freifunk).

Wohnungsbau in Misburg/Anderten
Die Gruppe DIE LINKE und Piraten setzt sich für eine Quote von 33% bei der Errichtung von Neubauten für Sozial- und niedrigpreisigem bezahlbaren Wohnraum. Dabei sollen auch neue Wohnideen und -konzepte verwirklicht werden, wie z.B. generationsübergreifende Projekte, in die Studenten, Werktätige, Senioren, Beeinträchtigte, Obdachlose, Flüchtlinge und Selbstständige einbezogen werden.

Flüchtlingsunterkünfte, die Zurzeit nicht mehr zwingend benötigt werden. Diese Unterkünfte sollen für Studenten, Obdachlose usw. zur Verfügung gestellt werden, ggf. auch als Frauenunterkünfte sind diese einzurichten.

Im Bereich aller öffentlichen Gebäude wird die Einrichtung des kostenlosen Zugangs für W-LAN (Freifunk) gefordert. Eine Liveausstrahlung der Bezirksratssitzung im Internet soll geprüft werden. Mit so einer Ausstrahlung soll die Bürgerbeteiligung erhöht werden.

DIE LINKE im Stadtbezirk Misburg/Anderten von Hannover stellt sich zur Kommunalwahl vor

Politik in Misburg/Anderten –

das machen wir mit LINKS tongue-out 

 

 

DIE LINKE Region Hannover tritt bei den Kommunalwahlen am 11.09.2016 in der Region Hannover, der Landeshauptstadt Hannover und ihren regionsangehörigen Kommunen an – so auch in dem Stadtbezirk Misburg/Anderten von Hannover.

Wir, DIE LINKE aus Misburg/Anderten sind noch nicht im Bezirksrat Misburg/Anderten vertreten, wollen das aber am 11.09.2016 ändern. Wir haben klare Vorstellungen davon, wie wir uns in Misburg/Anderten für eine menschliche, soziale und umweltgerechte Weiterentwicklung unseres Stadtbezirks einbringen können.

 

Preiswerter Wohnraum für alle

Die Wohnungsengpässe in Hannover spitzen sich immer mehr zu. Vor allem Menschen mit wenig Einkommen, Hartz-IV-Empfänger/innen, Asylbewerber/innen und Flüchtlinge, aber auch zunehmend Normalverdiener/ innen haben riesige Probleme, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Das Angebot an Sozialwohnungen ist in Hannover mit rund sechs Prozent des Wohnungsbestandes viel zu gering. Die Mehrheit von SPD und Grünen im Rat der Landeshauptstadt steuert mit angezogener Handbremse dagegen. Beide Parteien wollen zwar bis 2020 etwa 1.200 neue öffentlich geförderte Wohnungen bauen. In diesem Jahr etwa geben sie dafür fünf Millionen Euro. Aber angesichts der nach wie vor auslaufenden Sozialbindungen wird sich an dem viel zu niedrigen Anteil an bezahlbaren Wohnungen mit Mietpreisbindung auch in Misburg-Anderten nichts ändern. Wichtige zusätzliche kommunale Instrumente der sozialen Wohnraumförderung werden von SPD und Grünen nachhaltig ignoriert.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert:

  • Jedes Jahr 200 Millionen Euro für den Bau von Sozialwohnungen in Hannover und im Umland in den nächsten fünf Jahren. Finanziert werden soll dieses Programm von Stadt und Region Hannover, den kommunalen Wohnungsbauunternehmen Kreissiedlungsgesellschaft und der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover sowie mit Geldern des Bundes und des Landes. 
  • Die Stadt muss beim Verkauf von kommunalem und staatlichem Bauland eine Quote von 30 Prozent Sozialwohnungen fordern. Nur Bauinvestoren, die sich verpflichten, diese Quote an Sozialwohnungen zu bauen, sollen bei der Vergabe des lukrativen Baulandes zum Zuge kommen. In anderen deutschen Großstädten wie München oder Köln ist das schon gelebte Praxis. Die Kaltmiete darf nicht mehr als 5,40 Euro pro Quadratmeter betragen. 
  • Bei der Ausweisung von Wohngebieten muss die Stadt im Rahmen der Bauleitplanung je ein Drittel Miet-, Eigentums- und Sozialwohnungen einplanen. Auch das wird in anderen deutschen Großstädten wie München oder Köln schon gemacht.
  • Der hannoversche Ratsbeschluss von SPD und Grünen zur Einhaltung des Passivhausstandards bei Neubauten steht dem Ausbau eines preiswerten Wohnungsmarktes entgegen und muss rückgängig gemacht werden. Bisher müssen sich Wohnungsbaufirmen beim Kauf städtischer Grundstücke und bei Nutzung kommunaler Fördergelder verpflichten, beim Bau der Wohnungen besonders hohe Anforderungen zu Wärmedämmung und Energieverbrauch einzuhalten. So erhöhen sich die Baukosten und damit auch die Miete. Die geltende Energieeinsparverordnung des Bundes reicht unserer Auffassung nach aus.
  • Stopp von Zwangsumzügen und deutliche Erhöhung der Mietobergrenzen für Hartz-IV-Bezieher/innen. Gemeint ist die Miethöhe, bis zu der das Amt die Miete bezahlt. Anträge der LINKEN in der Regionsversammlung, die Mietobergrenzen in Hannover auszusetzen oder zumindest deutlich anzuheben, lehnten SPD, CDU, Grüne und FDP stets ab.

Genossenschafts und Gemeindewohnungen - Generationsprojekte

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind 42% aller Wohnungen Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen. Dadurch haben breiten Schichten der Bevölkerung Zugang zu Sozialwohnungen. Umfang und Art der sozialen Wohnraumversorgung sind so organisiert, dass die oft befürchtete Ghettosierung vermieden wird. Und Sozialwohnungen haben in Wien ein gutes Image.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert:

  • Innovatives neues generationsübergreifendes Wohnkonzept - Baugebiet zwischen den Haltestellen Kafka- Schierholzstraße.
  • Zukunftsweisende Ideen beruhen auf gleichberechtigen gesellschaftlichen Gruppen: Studenten, Werktätigen, Senioren, Behinderten/Obdachlosen und Flüchtlingen. Aber auch Selbstständigen.
  • wo ältere Menschen in die Mitte der Gesellschaft gerückt werden, entsteht ein neues „Erleben“  von Generationen,- mit Defiziten des Alters kann Mann/Frau leben, wenn unterstützende Hilfe bereit steht.

Schluss mit Rotstiftpolitik zu Lasten von Vereinen, Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen kommunalen Aufgaben!

Um mehr Geld in die Stadtkasse zu bekommen, haben SPD und Grüne Ende vergangenen Jahres im Rat gegen die Stimmen der Linksfraktion beschlossen, die Gebühren für Kindertagesstätten (Kitas), die Mieten für Schwimmvereine und die Eintrittspreise in den städtischen Schwimmbädern zu erhöhen. Zugleich verschieben SPD und Grüne die Sanierung der maroden städtischen Bäder auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Nach bisherigen Plänen soll das letzte Bad erst im Jahr 2030 saniert sein. Auch die Mieten für Sportvereine in den städtischen Turnhallen steigen. Viele Vereine fahren damit in die Verlustzone oder müssen ihre Mitgliedsbeiträge erhöhen. Gerade Hannoveraner/innen mit wenig Geld werden deshalb aus den Sportvereinen austreten müssen, weil sie eine Mitgliedschaft nicht mehr bezahlen können. Unserer Auffassung darf es nicht sein, dass gerade die Leute, die sich teure Fitnessstudios nicht leisten können, die Stadtkasse auffüllen sollen. Das gilt auch für die Erhöhung der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung. Zwar sind rund 40 Prozent der Eltern in Hannover von den Kitagebühren befreit. Der Höchstbeitrag wird aber schon für Familien mit einem mittleren Einkommen fällig. Danach muss eine alleinstehende Sekretärin genauso viel bezahlen wie ein doppelt verdienendes Lehrerehepaar.

Misburger Bad: Privatbetreiber hinterlässt Bauruine

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist mittlerweile der langjährigen Forderung der Linksfraktion nachgekommen, das Misburger Bad wieder als städtisches Schwimmbad zu betreiben und zu sanieren. Das Hallenbad ist seit Mai vergangenen Jahres wegen Einsturzgefahr geschlossen. Betreiber des Bades ist die private Firma S.A.B. gewesen. Sie hatte das Bad vor Jahren von der Stadt übernommen und wollte es sanieren. Das Geld dafür, insgesamt 11,3 Millionen Euro, kam von der Stadt, die dafür einen Kredit aufnehmen musste. Diese Privatisierung hatte damals nur die Linksfraktion kritisiert. Anstatt das Bad instand zu setzen und zu modernisieren, wurde es von der Privatfirma „kaputtgebaut“. Immer wieder gab es Nachbesserungen. Statiker stießen schließlich bei einer Überprüfung im vergangenen Jahr auf beschädigte Deckenbalken und trauten ihren Augen nicht: Die tragenden Konstruktionen hatten große Löcher. Bei einer weiteren Überprüfung stießen die Experten auf weitere Schäden, etwa Feuchtigkeit in der Decke und eine mangelnde Abdichtung des Fußbodens.

Die Stadt will nun das verantwortliche Unternehmen verklagen und Regressansprüche geltend machen. Selbst wenn die Klage erfolgreich sein sollte, bezweifelt die Linksfraktion, dass bei der Firma überhaupt noch etwas zu holen ist. Noch bis zum Jahr 2030 muss die Stadt den Millionenkredit für die angebliche Sanierung im Jahr 2007 abzahlen. Hätte die Stadt schon damals das Bad übernommen und modernisiert, hätte sie viele Millionen auch für die nun anstehende Sanierung gespart.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert:

  • Sofortiger Neubau des Misburger Hallenbades.
  • Gebührenfreie Kitas und Krippen für alle Eltern. Dass das keine utopische Forderung ist, zeigt ein Blick nach Salzgitter. Dort ist zumindest der Kita-Besuch schon gebührenfrei. 
  • Ausreichend viele Krippen- und Kitaplätze mit Betreuung durch qualifizierte Erzieher/innen nach den von den Gewerkschaften geforderten Personalschlüsseln. 
  • Zeitnahe Sanierung maroder Schulen und anderer öffentlicher Einrichtungen wie der Misburger Schule und des Misburger Bürgerhauses.

    Sozialer Ausgrenzung und Armut begegnen – HannoverAktivPass ausweiten!

Um armen und in Not lebenden Menschen in unserer Stadt zu helfen, hat die rot-grüne Ratsmehrheit auf Druck der LINKEN im Jahr 2009 den HannoverAktivPass eingeführt. Dieser ist grundsätzlich das richtige Mittel, um Einwohner/innen mit geringen Budgets eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Allerdings ist der Pass in der aktuellen Form nicht ausreichend. Dies gilt einerseits für den Personenkreis, der den HannoverAktivPass erhält. Dieser Berechtigtenkreis ist aus Sicht der LINKEN im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten immer noch zu eng gefasst: Geringverdiener/innen haben keinen Anspruch. Darüber hinaus sind die „Vergünstigungen“ bislang nicht ausreichend. Zwar haben SPD und Grüne in der Regionsversammlung nach langem Druck der LINKEN inzwischen einen Sozialtarif für Busse und Bahnen eingeführt. Gemessen an dem bisher im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehenen Anteil für Mobilität ist der Preis für dieses Sozialticket aber noch viel zu hoch. Insgesamt konzentriert sich das Angebot des HannoverAktivPasses noch zu sehr auf die Bereiche Sport, Kultur und Freizeit. Grundlegende Dinge wie Strom und Gas bleiben außen vor. Diese lebensnotwendigen Dinge sollten aber Priorität haben, damit etwa Strom- und Gassperren endlich der Vergangenheit angehören.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert mit Blick auf den HannoverAktivPass:

  • Den Berechtigtenkreis um Geringverdiener/innen erweitern, die zwar mehr als Hartz IV haben, aber immer noch zu wenig, um halbwegs auskömmlich zu leben. Ein Richtwert könnte hier die Armutsschwelle sein, die in Deutschland für eine allein lebende Person derzeit bei knapp 1.000 Euro liegt.
  • Aufnahme von Sozialtarifen bei Strom und Gas bei gleichzeitigem Stopp von Strom- und Gassperren durch die Stadtwerke.
  • In Abstimmung mit der Region den HannoverAktivPass als RegionHannoverPass auch auf das Umland ausweiten und das Sozialticket für Busse und Bahnen darin aufnehmen.
  • Der Preis für das Sozialticket muss deutlich sinken, damit es seinen Namen auch verdient. Bisher müssen Anspruchsberechtigte etwa für den Monatsfahrschein bis zu 61,30 Euro berappen, was für die Betroffenen unbezahlbar ist. Dass das auch anders geht, zeigt ein Blick nach Braunschweig: Dort kostet der ermäßigte Monatsfahrschein für Hartz-IV-Bezieher/innen 15 Euro.

    Zeichen gegen Krieg und Flüchtlingselend

Mit deutschen Waffen werden weltweit Kriege geführt, Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur. Für viele Menschen ist Krieg der Grund für ihre Flucht nach Europa und Deutschland. Gerade die Stadt Hannover hat mit ihrer Patenschaft mit Hiroshima eine besondere Verpflichtung, sich für eine Friedenspolitik und Abrüstung einzusetzen.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert:

  • Die Stadt muss sich bei Bundes- und Landesregierung für ein Verbot von Waffenexporten und Rüstungsforschung sowie für Friedensforschung und Rüstungskonversion einsetzen. Mit Rüstungskonversion bezeichnet man die Umstellung industrieller militärischer Produktion auf zivile Fertigung.
  • Die Bundeswehr hat in hannoverschen Schulen nichts zu suchen, Soldaten gehören nicht ins Klassenzimmer. Die Bundesregierung unterstützt diese Werbeveranstaltungen des Militärs mit dem Ziel, junge Menschen für den „Soldat(inn)enberuf“ zu gewinnen, mit vielen Millionen pro Jahr - Geld, das die Friedensbewegung nicht hat, um ihre Standpunkte werbewirksam in den Schulen zu vertreten. Wir wollen, dass Kinder und Jugendendliche im Schulunterricht lernen, verantwortungsvoll Entscheidungen für ihre Zukunft treffen zu können. Junge Menschen dürfen keiner Rekrutierungsoffensive zum Opfer fallen, die sie in ein tödliches Abenteuer leiten kann!
  • Unterstützung der Willkommensinitiativen für Geflüchtete in unserem Stadtteil.

Vorfahrt für Radler/innen

Für die meisten innerstädtischen Wege ist das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel. Es leistet zudem einen entscheidenden Beitrag zur Verminderung von Lärm und Abgasen. Die Stadt baut zwar Radwege und legt Radlerstreifen auf Fahrbahnen an. Das bleibt aber oft Stückwerk. Immer wieder enden Radlerstreifen auf Fahrbahnen abrupt, und die Radler/innen werden etwa zur Weiterfahrt auf den Bürgersteig geleitet und kommen dort Fußgänger/innen ins Gehege.

DIE LINKE Misburg-Anderten fordert:

  • Die Lücken schließen: Aufbau eines zusammenhängenden Radwegenetzes aus Radwegen und Radfahrstreifen auf der Straße wie in niederländischen Städten.
  • Diebstahlsichere Radabstellanlagen an allen S-Bahn-Haltepunkten, Stadtbahn-Endhaltestellen und wichtigen Umsteigepunkten von der Stadtbahn auf die S-Bahn.
  • Ausreichend breite Radwege.
  • Deutliche Verkürzung langer Wartezeiten an Ampeln.
  • Ausreichend viele Fahrradparkplätze, auch in Wohngebieten.
  • Ausleihbare Lastenräder, auch elektrische Lastenräder, zum Transport schwerer und sperriger Dinge.

Unsere Forderungen sind bezahlbar

Um Gebührenerhöhungen und Kürzungen beim Service für die Einwohner/innen abzuwenden und zugleich mehr Geld für soziale und andere Aufgaben der Stadt zu haben, hat die Linksfraktion im Rat immer wieder eine antizyklische Haushaltspolitik gefordert. Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich die Strategie, die Gewerbesteuer in wirtschaftlich guten Zeiten maßvoll anzuheben, um genug Geld für wirtschaftlich schlechte Zeiten zurücklegen zu können. Schließlich profitieren die Unternehmen von der städtischen Infrastruktur wie Straßen, Bildungseinrichtungen und Co.

Gut verdienende Unternehmen zur Kasse, …

Die Gewerbesteuer wird erst ab einem Jahresumsatz von 30.000 Euro fällig, belastet also nur gut verdienende Firmen. Schon vor vier Jahren forderte die Linksfraktion, die Gewerbesteuer um 20 Punkte auf 480 Punkte anzuheben und eine 7-prozentige Abgabe für Übernachtungen in Hotels einzuführen. Beides zusammen hätte jährlich rund 31 Millionen Euro mehr in die Stadtkasse gespült.

Ende vergangenen Jahres kamen die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen Rat schließlich der linken Forderung nach einer höheren Gewerbesteuer nach und erhöhten diese von 460 auf 480 Punkte. Dadurch steigen die Einnahmen der Stadt allein in diesem Jahr um rund 25 Millionen Euro. Wenn beide Parteien uns schon damals gefolgt wären, dann hätte die Stadt heute wesentlich weniger Schulden und einen ausgeglichenen Haushalt. Nicht gefolgt sind SPD und Grüne der Forderung der Linksfraktion, den Betrag, den die Sparkasse Hannover jedes Jahr an die Stadt abführt, von derzeit 2,3 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro zu verdoppeln. Die Sparkasse macht einen jährlichen Gewinn von rund 25 Millionen Euro.

… bei Prestigeprojekten kürzen und kostensparend investieren

Um mehr Geld in die Stadtkasse zu bekommen, hat die Linksfraktion auch immer wieder Kürzungen bei Prestigeprojekten angemahnt. Schon vor vier Jahren sprach sich DIE LINKE für Kürzungen bei Events wie public viewing aus und lehnte das damals noch geplante Museum im Schloss Herrenhausen ab. Gleichzeitig forderte die Linksfraktion Investitionen, die mittelfristig zu weniger Ausgaben führen und zugleich gesellschafts- und umweltpolitische Ziele verfolgen. Um etwa jungen Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen, sollte die Stadt einen Bildungsfonds einrichten. Dieser sollte benachteiligten Jugendlichen einen berufsqualifizierenden Schulabschluss und, falls erforderlich, eine berufliche Qualifikation ermöglichen. Das beugt Armutskarrieren vor.

Grundlegende Verbesserungen in der Lebenssituation breiter Schichten der Bevölkerung beginnen vor Ort.

Deshalb bitten wir Sie: Sorgen Sie dafür, dass in Rat, Regionsversammlung und Bezirksrat die einzige Stimme für soziale Gerechtigkeit, gegen den Abbau von Service bei steigenden Gebühren und für den Frieden noch lauter wird. Geben Sie der LINKEN oder Kandidat(inn)en der LINKEN Ihre drei Stimmen.

Verhindert oder verreist? Nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl!






 

Dies ist nur ein kleiner Auszug unserer Vorstellungen für Misburg/Anderten und die Region

Mehr unter: www.DieLinke-regionsverband-nordost.de

 

DIE LINKE in Misburg/Anderten hat auch ein Gesicht

  - Ihre Kandidatinnen und Kandidaten –

 

Bezirksrat Misburg/Anderten:

Hans-Herbert Ullrich, 57

Arbeitspädagoge
Betreuer von Taub-Blinden und blinden Menschen

Listenplatz 1

 

Falko Markwerth, 66
Buchdrucker, Hauptschullehrer

Listenplatz 2

 

Lothar Winselmann

Listenplatz 3

 

Monika Held

Listenplatz 4

 

Daniel Budek

Listenplatz 5

 

 

Der Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE für den Regionswahlkreis 10 Langenhagen-Isernhagen/Burgwedel:   

Hans-Herbert Ullrich, 57
Arbeitspädagoge
Betreuer von Taub-Blinden und blinden Menschen